Secret Prison
Secret Prison hat eine brauchbare Grundidee, findet daraus aber zu wenig Spannung, Tiefe und Eigenständigkeit.

Kurzüberblick
- Anbieter
- EXITnow
- Stadt
- Hagen
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Dauer
- 66 Minuten
- Thema
- Thriller
- Schwierigkeit
- einfach
- Schauspieler
- Nein
- Scarefactor
- 0/10
- Spieleranzahl
- 3–8
Spoilerfrei
Die Story
Im Jahr 1988, zur Hochzeit des kalten Krieges, geratet ihr zwischen die Fronten zweier Geheimdienste. Auslöser für die Spannungen ist der ungeklärte Mord an dem Parteifunktionär Peter Wallner. Ausgerechnet ihr werdet verdächtigt, etwas mit diesem Verbrechen zu tun zu haben. Während ihr in einem geheimen Unterschlupf gebracht werdet und auf euer Verhör wartet, spitzt sich die Situation immer weiter zu.
Beweist eure Unschuld und entkommt, bevor die Lage ausweglos wird.
Alle Teilnehmer unter 16 Jahren benötigen eine ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Gerne könnt ihr euch die Datei hier herunterladen.
Die Mission bieten wir im Single- und Battle-Modus an, das SECRET PRISON haben wir zweimal in identischer Bauweise.
Im Single-Modus spielt ihr nur eine Mission und im Battle-Modus bucht ihr beide Missionen und spielt diese zeitgleich gegeneinander.
xcaped Teamwertung
Durchschnitt des Gesamteindrucks aus 1 Einzelbewertung.
Gesamteindruck
Secret Prison setzt auf ein Thriller-Szenario im Jahr 1988: Kalter Krieg, Geheimdienste, Mordverdacht, Verhördruck. Das ist grundsätzlich ein dankbarer Rahmen für einen Escape Room, der Paranoia, Enge und Zeitdruck aufbauen könnte.
Im Spiel selbst bleibt dieser Ansatz allerdings eher blass. Der Raum wirkt solide gedacht, aber nicht stark genug inszeniert, um wirklich in die Situation hineinzuziehen. Atmosphäre, Story und Rätsel greifen nur begrenzt ineinander, wodurch der rote Faden zwar vorhanden ist, aber wenig Nachdruck entwickelt.
Was uns überzeugt hat
Das Game Mastering fällt im Gesamtbild noch am stabilsten aus. Der Ablauf wirkt grundsätzlich handhabbar, ohne dass der Raum komplett aus dem Tritt gerät.
Positiv ist außerdem die Battle-Option: Da Secret Prison in identischer Bauweise zweimal existiert, lässt sich die Mission parallel gegeneinander spielen. Für Gruppen, die genau diesen Wettbewerbsaspekt suchen, ist das ein nachvollziehbarer Mehrwert.
Die Grundprämisse ist ebenfalls klar verständlich. Man weiß, worum es geht, warum man unter Druck steht und welches Ziel verfolgt wird. Das reicht als Ausgangspunkt, trägt den Raum aber nicht allein.
Was uns weniger überzeugt hat
Die Atmosphäre entfaltet zu wenig Sog. Für ein Thriller-Setting rund um Geheimdienste, Verdacht und drohendes Verhör fehlt es an der Dichte, die aus dem Szenario mehr machen könnte als eine Kulisse.
Auch die Rätsel bleiben hinter dem zurück, was ein starker Raum leisten sollte. Sie wirken nicht prägend genug und schaffen es nur bedingt, Spannung oder Aha-Momente zu erzeugen.
Die Story ist zwar vorhanden, wird aber nicht intensiv genug erlebbar. Dadurch leidet auch die Immersion: Statt wirklich in einen geheimen Unterschlupf im Kalten Krieg gezogen zu werden, bleibt man zu oft auf Distanz zum Geschehen.
Originalität und Spaßfaktor bleiben ebenfalls verhalten. Secret Prison macht wenig, das lange hängen bleibt oder dem Raum eine eigene Handschrift gibt.
Für wen lohnt sich der Raum?
Secret Prison eignet sich am ehesten für Gruppen, die in Hagen gezielt einen unkomplizierten Thriller-Raum suchen und keinen großen Wert auf starke Inszenierung oder besondere Rätselideen legen.
Interessant kann der Raum vor allem dann sein, wenn der Battle-Modus im Vordergrund steht. Wer dagegen Atmosphäre, Storytelling und ein intensives Erlebnis erwartet, findet hier vermutlich nicht genug Substanz.
xcaped
Fazit
Secret Prison hat eine brauchbare Idee, holt aus seinem Kalter-Krieg-Thriller aber zu wenig heraus. Als Battle-Erlebnis kann der Raum noch einen Zweck erfüllen, als atmosphärischer Escape Room bleibt er zu blass. Für uns ist das kein Raum, den wir aktiv empfehlen würden.








