Game of Crowns
Solider Battle-Raum mit starker Grundidee, aber schwacher Spielleitung im entscheidenden Moment.

Kurzüberblick
- Anbieter
- Neo Escape Dortmund
- Stadt
- Dortmund
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Dauer
- 60 Minuten
- Thema
- Historisch
- Schwierigkeit
- mittel
- Schauspieler
- Nein
- Scarefactor
- 0/10
- Spieleranzahl
- 2–12
- Mindestalter
- FSK 12
Spoilerfrei
Die Story
Der König ist tot, doch euer Reich leidet. Die Streitmächte sind in Aufruhr, Bündnisse zerbrechen, und zwei feindselige Heldengruppen sind in ihrer Gier nach der Königskrone gefangen genommen worden. Gefangen im düsteren Verlies des Schlosses, habt ihr nur eine Möglichkeit, um zu entkommen, bevor das Reich für immer verloren ist! Im Escape Room Dortmund – Game of Crowns entscheidet ihr, welches Schicksal eure Heimat ereilt. Doch der Weg dorthin ist gefährlich, voller Geheimnisse – und ihr seid nicht allein.
Was dieses Escape Game besonders macht: Ihr tretet im Battle-Modus gegeneinander an! In zwei Teams mit insgesamt bis zu 12 Spielern spielt ihr parallel. Dabei erhaltet ihr drei Flüche, um euer gegnerisches Team gezielt zu sabotieren. Strategie, Schnelligkeit und Teamwork entscheiden über Sieg oder Niederlage. Solltet ihr keinen Battle Modus spielen wollen oder können, könnt ihr die Challenge auch mit nur einem Raum antreten!
Seid ihr bereit für die Krone?
xcaped Teamwertung
Durchschnitt des Gesamteindrucks aus 1 Einzelbewertung.
Gesamteindruck
Game of Crowns lebt vor allem von seiner Struktur: Zwei Gruppen können parallel antreten, um den Thron schneller zu erreichen als die Gegenseite. Dazu kommen Flüche, mit denen man das andere Team gezielt aus dem Tritt bringen kann. Das gibt dem Raum einen klaren Wettbewerbscharakter und hebt ihn angenehm von einem klassischen linearen Escape Game ab.
Die historische Rahmung rund um König, Krone und Verlies funktioniert als roter Faden besser als viele Standardplots. Atmosphäre, Rätsel und Immersion bleiben dabei solide, ohne durchgehend zu glänzen. Der Raum hat eine gute Idee im Kern, schöpft sie aber nicht vollständig aus.
Was uns überzeugt hat
Der Battle-Modus ist die stärkste Komponente. Dass beide Teams parallel spielen und sich an bestimmten Punkten gegenseitig beeinflussen können, sorgt für Dynamik, Druck und zusätzliche Kommunikation nach dem Spiel. Gerade als Teamevent bekommt Game of Crowns dadurch einen eigenen Reiz.
Auch die Story passt gut zum Konzept. Der Wettlauf um die Krone ist nicht nur Kulisse, sondern motiviert den Spielaufbau. Man versteht schnell, worum es geht, und der Raum hat dadurch mehr Profil als ein reines Rätsel-Setup.
Die Flüche sind eine nette Idee, weil sie den Konkurrenzgedanken spielerisch greifbar machen, ohne dass dafür Schauspiel oder Horror nötig wären. Wer gerne ein bisschen taktisch stichelt, findet hier einen passenden Rahmen.
Was uns weniger überzeugt hat
Deutlich gebremst wurde der Eindruck durch die Spielleitung. In einem Battle-Raum ist gutes Timing bei Hinweisen besonders wichtig, damit der Wettkampf spannend bleibt und die Dramaturgie nicht ins Leere läuft. Hier hat die Unterstützung nicht ausgereicht, sodass das Finale nicht erreicht wurde.
Das ist besonders schade, weil der Raum gerade auf sein Ziel – den Thron – hinarbeitet. Wenn dieser Abschluss ausbleibt, verliert das Erlebnis spürbar an Wirkung. Die Rätsel selbst wirken solide, aber ohne eine stärkere Führung an den richtigen Stellen bleibt zu viel Potenzial liegen.
Für wen lohnt sich der Raum?
Game of Crowns lohnt sich vor allem für Gruppen, die bewusst gegeneinander spielen möchten: Firmenrunden, Freundeskreise oder größere Teams, die Lust auf Wettbewerb haben. Mit bis zu 12 Personen und zwei parallelen Räumen ist das Konzept dafür gut geeignet.
Wer einen atmosphärisch dichten Premium-Raum oder besonders elegante Rätsel erwartet, sollte die Erwartungen eher moderat halten. Wer dagegen den Battle-Aspekt sucht und mit einem soliden Mittelalter-Setting zufrieden ist, kann hier einen unterhaltsamen Wettkampf erleben.
xcaped
Fazit
Game of Crowns hat mit seinem Battle-Modus und den Flüchen eine starke Idee, die besonders in größeren Gruppen Spaß machen kann. Gleichzeitig steht und fällt der Raum spürbar mit der Spielleitung – und genau dort bleibt hier zu viel liegen. Ein interessantes Konzept, aber kein rundes Kronjuwel.









