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Nexus ExitGelnhausen

Mord auf dem Dachboden - Teil 2 - Die Akte Marie Katharina

Eine Fortsetzung, die ihren ersten Teil überholt – getragen von einer starken Story und einer Spielleitung, die den Abend rund macht.

60 MinutenSchauspieler: NeinScarefactor: 2/10
Mord auf dem Dachboden - Teil 2 - Die Akte Marie Katharina

Freie Termine

live

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Kurzüberblick

Anbieter
Nexus Exit
Bundesland
Hessen
Dauer
60 Minuten
Thema
Krimi
Schwierigkeit
mittel
Schauspieler
Nein
Scarefactor
2/10
Spieleranzahl
3–7
Mindestalter
FSK 13
Sprachen
Deutsch, Englisch

Spoilerfrei

Die Story

Die Geschichte geht weiter... Du hast den "Mord auf dem Dachboden" bereits abgeschlossen? Dann hast Du nun die Möglichkeit, die Fortsetzung der Geschichte zu spielen. Erlebe den Dachboden von Dr. Winter von einer "ganz anderen Seite"!

Dank euch sitzt Dr. Winter hinter Gittern. Vor seiner Festnahme hat er die Seele seines Opfers mittels okkulten Ritualen an den Dachboden gebunden. Nun wird ihr Geist für immer auf dem Dachboden festsitzen. Das müssen wir verhindern! Und deswegen, werte Zeitreiseagenten, schicken wir euch nun ein weiters Mal mittels unserem Zeitreiseportal auf den Dachboden von Dr. Winter. Eure Aufgabe: Brecht den Bann des verrückten Doktors, betretet die 5. Dimension und befreit den Geist von Marie Katharina. Doch Vorsicht: Nichts ist wie es scheint! Macht euch für ein paranormales Abenteuer der Extraklasse bereit. Wir versprechen euch: Das wird eine ganz besondere Zeitreise!

Serie / Reihe

Passende Räume

xcaped Teamwertung

Durchschnitt des Gesamteindrucks aus 2 Einzelbewertungen – je Bewertung der gewichtete Schnitt ihrer Kategorien.

Ø 4.3 Sterne

xcaped Review

Wer war Marie Katharina?

Ein Dachboden in Gelnhausen, ein Fall, der mit Teil 1 nicht abgeschlossen war, und ein Name, der die ganze Stunde über in der Luft hängt. Wir haben die Akte aufgeschlagen und uns von einer Geschichte ziehen lassen, die mehr will als das übliche Krimi-Gerüst.

Ein Dachboden, der eine Rechnung offen hat

Manche Räume beginnen mit einer weißen Wand und einem Versprechen. Dieser beginnt mit einer Vorgeschichte. Wer Teil 1 des Dachboden-Mords bei Nexus Exit gespielt hat, kommt nicht als Unbeschriebener herein – man trägt eine Ahnung mit, dass hier noch etwas offen war, dass ein Fall selten mit dem letzten Schloss endet. Und genau da setzt "Die Akte Marie Katharina" an: bei dem Namen, den man aus dem ersten Teil vielleicht schon im Ohr hatte, ohne zu wissen, was er bedeutet.

Der erste Eindruck ist der eines Ortes, an dem lange niemand aufgeräumt hat. Ein Dachboden eben – schräge Wände, das Gefühl, über den Dingen zu stehen, die man unten im Haus lieber vergessen möchte. Es ist nicht der Raum, der einen mit einem Effekt gleich zu Boden drückt. Er lässt einen ankommen, sich umsehen, die erste Schublade öffnen. Der Gruselfaktor ist da, aber leise: ein Kribbeln, kein Schrecken. Man muss keine Angst haben, hier gleich angesprungen zu werden. Man hat eher das Gefühl, jemandem in seine hinterlassenen Sachen zu greifen.

Die Geschichte trägt weiter, als man erwartet

Das Beste an diesem Abend ist, dass die Geschichte nicht bloß eine Kulisse für Zahlenschlösser ist. Marie Katharina ist ein Fall, keine Ausrede. Man will wissen, was mit ihr passiert ist, und dieser Wunsch trägt einen von einem Fund zum nächsten. Wer Teil 1 kannte, merkt schnell: Hier wurde nachgelegt. Die Fäden aus dem ersten Teil werden nicht nur wieder aufgenommen, sie werden fester gezogen, verknotet, an Stellen geführt, an denen man sie nicht erwartet hätte.

Das gibt dem Raum einen Sog, den viele Krimi-Räume behaupten und wenige einlösen. Man liest hier nicht nur ab, man setzt zusammen. Der Fall wächst mit jedem gelösten Schritt, und weil die Erzählung dranbleibt, bleibt auch das Team dran. Es ist die Art von Geschichte, bei der eine Gruppe an einem Fundstück stehenbleibt und laut wird – nicht weil das Rätsel schwer war, sondern weil das, was da steht, etwas verändert.

Man muss Teil 1 nicht gespielt haben, um hier hineinzufinden. Aber wer ihn kennt, bekommt die dichtere Version des Abends. Die Akte belohnt das Vorwissen, ohne es vorauszusetzen.

Rätsel, die dem Fall dienen

Die Rätsel selbst sind solide gebaut und sitzen dort, wo die Geschichte sie braucht. Nichts fühlt sich hier wie ein Fremdkörper an, den man aus einem anderen Raum herübergetragen hätte. Man durchsucht, ordnet, kombiniert – und immer bleibt der Fall der rote Faden, an dem entlang man arbeitet.

Das ist eine Rätselqualität, die nicht mit Überraschungsmechaniken protzt, sondern mit Stimmigkeit. Die Aufgaben passen zum Dachboden, zur Akte, zum Ermitteln. Für erfahrene Teams sind sie kein Berg, der einen ins Schwitzen bringt, und das ist hier auch nicht der Punkt. Der Raum will, dass man vorankommt und dabei die Geschichte aufdeckt – und das gelingt ihm in einem angenehmen Rhythmus. Wer den ersten Teil gespielt hat und ihn als etwas dünn in Erinnerung hatte, wird hier merken, dass nachgeschärft wurde: dichter, entschlossener, eine Spur zwingender in der Abfolge.

Die Spielleitung, die den Abend rund macht

Schauspieler gibt es in diesem Raum nicht, und man vermisst sie auch nicht. Dafür steht eine Spielleitung dahinter, die den Abend spürbar mitträgt. Hinweise kommen dann, wenn man sie braucht, und in einer Form, die die Geschichte nicht aufbricht, sondern weiterführt. Man wird nicht gegängelt und nicht allein gelassen.

Es ist diese Betreuung, die aus einem gut gebauten Raum einen runden Abend macht. Sie liest die Gruppe, gibt den richtigen Schubs im richtigen Moment und hält die Spannung, statt sie mit einem zu früh ausgesprochenen Lösungswort zu zerreden. Für einen Raum ohne Schauspieler ist das der entscheidende menschliche Faktor – und hier stimmt er.

Was hängen bleibt

Auf der Straße vor Nexus Exit bleibt vor allem der Fall im Kopf, nicht der einzelne Trick. Man redet über Marie Katharina, über das, was man herausgefunden hat, über die Verbindung zu dem, was man im ersten Teil erlebte. Das ist die Sorte Nachwirkung, die ein Krimi-Raum sich wünschen sollte: dass die Geschichte den Weg nach draußen überlebt.

"Die Akte Marie Katharina" ist ein Beispiel dafür, wie eine Fortsetzung ihren Vorgänger übertreffen kann, ohne ihn zu verraten. Sie nimmt dieselbe Welt, dasselbe Dachboden-Gefühl, und legt eine dichtere, entschlossenere Erzählung darüber. Wer eine große Effektshow oder ein hochkomplexes Rätselgewitter erwartet, wird hier nicht bedient – der Raum spielt in einer leiseren, erzählenden Liga, und darin ist er stark.

Für wen sich der Weg lohnt

Wer Teil 1 gespielt hat, sollte ohne Umweg zur Akte greifen – hier wird eingelöst, was der erste Teil begonnen hat. Aber auch Einsteiger finden hinein: Die Rätsel sind fair, die Betreuung fängt einen auf, und die Geschichte zieht auch dann, wenn man noch nie in einem Escape Room stand. Wer vor allem an dichten Krimi-Erzählungen hängt und Räume mag, in denen die Story mehr ist als eine Ausrede fürs nächste Schloss, ist hier genau richtig. Kleine Gruppen ab drei Personen kommen gut zurecht; wer den Fall wirklich ausleben will, kommt am besten zu dritt oder viert, statt den Dachboden mit sieben Leuten zu füllen.

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Fazit

"Die Akte Marie Katharina" bei Nexus Exit ist die seltene Fortsetzung, die ihren ersten Teil übertrifft, indem sie die Geschichte fester zieht statt lauter zu werden. Getragen von einem echten Fall, stimmigen Rätseln und einer Spielleitung, die den Abend rund hält, entsteht ein Krimi-Erlebnis, das die Story ernst nimmt. Wer Teil 1 gespielt hat, bekommt hier die Auflösung, auf die es hinauslief – aber auch ohne Vorwissen findet man hinein. Große Effektfeuerwerke oder ein Rätselgewitter für Profis sind nicht das Ziel dieses Raums; er spielt leiser und erzählender. In dieser Liga aber überzeugt er. Am schönsten wird der Abend in kleiner Runde, in der jeder am Fall bleibt.

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