Time Travel
Ein grundsolider Zeitreise-Raum, der aus seinem Thema echten Spielspaß zieht.

Kurzüberblick
- Anbieter
- Big Break Hamburg
- Stadt
- Hamburg
- Bundesland
- Hamburg
- Dauer
- 60 Minuten
- Thema
- Krimi
- Schwierigkeit
- mittel
- Schauspieler
- Nein
- Scarefactor
- 0/10
- Spieleranzahl
- 2–7
- Mindestalter
- FSK 14
- Sprachen
- Deutsch, Englisch
Spoilerfrei
Die Story
Im Laufe der Geschichte gab es bereits viele Versuche durch die Zeit zu reisen, aber es gelang bisher noch nie – bis jetzt!
Das Geheimprojekt der Regierung namens „Time Travel“ geführt von Professor Emmerson hat endlich den Durchbruch geschafft. Nachdem die entwickelte Zeitmaschine zum ersten Mal erfolgreich aktiviert wurde, feierten die Medien das Entwicklerteam – doch nun ist eine Sache klar geworden: Die Freude war zu früh!
Nach einigen Tagen mutierten kleine Kinder zu erwachsenen Männern, jahrhunderte alte Sprachen veränderten sich und ganze Länder verschwanden von der Landkarte. Einige Menschen lösten sich sogar vor unseren Augen auf! Aber warum?
Habt Ihr jemals vom Butterfly Effect beim Zeitreisen gehört? Jegliche Eingriffe in die Vergangenheit können Verschiebungen im gesamten Verlauf der Geschichte verursachen. Selbst ein winziger Schmetterling kann mit einem kleinen Flügelschlag eine Welle von Veränderungen auslösen.
Obwohl Professor Emmerson ein hochintelligenter Mensch ist, hat er einen großen Fehler begangen. Er entschied sich dazu als erster Mensch der Geschichte durch die Zeit zu reisen und hat durch kleine Veränderungen ein Chaos im Raum-Zeit-Kontinuum ausgelöst. Diese Veränderungen führten zu erheblichen Verschiebungen in der Zeit und die Auswirkungen auf die Gegenwart waren verheerend.
Zum Glück nehmen Du und Dein Team Euch der Aufgabe an ebenso wie Professor Emmerson durch die Zeit zu reisen, um die Gegenwart zu retten. Glättet die Unebenheiten in den verschiedenen Epochen der Zeit und rettet die Menschheit. Beachtet jedoch: Eine Zeitreise kann gefährlich sein und das Zeitreiseportal wird nur für 60 Minuten geöffnet sein. Falls Ihr es nicht innerhalb der Zeit schafft wieder zurückzureisen, werdet Ihr für immer gefangen sein. Seid Ihr bereit Euch dieser Herausforderung zu stellen und den Wettstreit gegen die Zeit anzutreten?
Bucht Eure faszinierende Zeitreise hier.
xcaped Teamwertung
Durchschnitt des Gesamteindrucks aus 1 Einzelbewertung – je Bewertung der gewichtete Schnitt ihrer Kategorien.
xcaped Review
Sechzig Minuten gegen die Uhr, die eigentlich vorwärts läuft
Ein Raum, der mit der Zeit spielt, statt nur gegen sie zu laufen. Wir haben uns in Hamburg von Epoche zu Epoche gearbeitet – und dabei mehr gelacht als geflucht.
Zwischen den Epochen, mitten in Hamburg
Es gibt Räume, die einen mit einem Knall empfangen, und es gibt Räume, die sich langsam öffnen. Time Travel bei Big Break Hamburg gehört zur zweiten Sorte. Man steht vor der Tür, bekommt die letzten Worte der Einweisung mit, und dann fällt die Zeit hinter einem zu. Was folgt, ist keine düstere Fluchtgeschichte, kein Countdown mit blinkenden Warnleuchten. Es ist eine Reise – und genau als solche will der Raum auch verstanden werden.
Das erste Umsehen dauert einen Moment, weil man begreifen muss, wo man gelandet ist. Die Zeit ist hier nicht Feind, sondern Material. Man reist durch sie hindurch, und mit jedem Abschnitt verschiebt sich das Bild. Das ist ein charmanter Grundgedanke, der einen Raum trägt, ohne dass er ständig nach Aufmerksamkeit schreien müsste.
Eine Idee, die einfach Laune macht
Zeitreise ist ein Motiv, das schnell überladen wirken kann – zu viele Epochen, zu viele Kostümwechsel, zu wenig roter Faden. Time Travel hält das erstaunlich schlank. Die Geschichte verlangt einem nichts Verkopftes ab, sie stellt sich in den Dienst des Spiels. Man muss keine verschachtelte Hintergrundlore entschlüsseln, um Spaß zu haben. Man springt, man staunt kurz, man macht weiter.
Und hier liegt die eigentliche Stärke des Abends: Er ist verspielt. Man merkt schnell, dass dieser Raum nicht darauf aus ist, einen zu quälen oder zu überlisten. Er will unterhalten, und das gelingt ihm. In unserer Gruppe kam schon nach den ersten Minuten dieses lockere Grinsen auf, das sich durch den ganzen Durchlauf zog. Nicht der Nervenkitzel eines Horrorszenarios, sondern die schlichte Freude daran, gemeinsam an etwas herumzuprobieren, das einem entgegenkommt.
Rätsel, die den Weg freimachen
Die Aufgaben sind sauber gebaut und logisch nachvollziehbar. Nichts davon fühlt sich willkürlich an, nichts erzwingt einen Sprung, den man ohne das kleine Handbuch im Kopf nie machen würde. Man versteht, warum das eine zum anderen führt, und dieser Fluss ist mehr wert, als es klingt. Ein Rätsel, das sich öffnet, weil man die richtige Verbindung gezogen hat, gibt genau den Moment, den man in einem Escape Room sucht.
Der Rhythmus passt sich dabei der Reise an. Jeder Abschnitt bringt seine eigene kleine Aufgabe, und das Vorankommen fühlt sich wie ein Weiterreisen an, nicht wie das Abarbeiten einer Liste. Für geübte Teams sind die Aufgaben keine große Hürde – das ist kein Raum, an dem man sich die Zähne ausbeißt. Aber genau das ist hier kein Manko, sondern Absicht. Time Travel ist als Einsteigerraum gedacht, und in dieser Rolle macht er seine Sache gut. Wer mit zwei Leuten kommt und noch nie in einem Escape Room war, findet hier einen Einstieg, der nicht überfordert und trotzdem ein Erfolgsgefühl liefert.
Die Spanne von zwei bis sieben Spielern ist großzügig, und das ist ein zweischneidiges Angebot. Zu zweit hat man alle Zeit der Welt, jede Aufgabe selbst anzufassen. Mit einer großen Gruppe wird es schneller lebendig, aber auch enger – bei sieben Leuten drängt man sich unweigerlich um dieselben Handgriffe. Wer die Ruhe sucht, kommt lieber im kleinen Kreis.
Der Raum spielt allein
Schauspieler gibt es hier keine. Time Travel setzt ganz auf sich selbst, auf seine Kulissen und seine Mechanik. Das ist eine legitime Entscheidung, und sie geht auf, weil der Raum seine Geschichte über die Szenerie erzählt statt über Menschen, die einen durch sie führen. Die Betreuung bleibt im Hintergrund, hält den Faden, greift ein, wenn man ihn verliert. Man ist auf sich und das Team gestellt – und das passt zu einem Raum, dessen Charme im gemeinsamen Ausprobieren liegt.
Was vom Zeitsprung bleibt
Auf der Straße, danach, bleibt kein großes Nachbeben – aber ein gutes Gefühl. Time Travel ist kein Raum, der einen nachts noch beschäftigt, keine Geschichte, die einen umtreibt. Er ist ein runder, freundlicher Abend, der genau das liefert, was er verspricht: eine Stunde, in der man gemeinsam lacht, tüftelt und am Ende zufrieden durch die Tür geht.
Manche Räume wollen einen erschüttern. Dieser will einen unterhalten, und er macht das mit einer Leichtigkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Es ist leichter, einen Raum düster und dicht zu bauen, als einen, der einfach Spaß macht, ohne belanglos zu werden. Time Travel schafft diese Balance.
Für wen sich der Weg lohnt
Wer zum ersten Mal in einen Escape Room geht, ist hier richtig aufgehoben. Auch Familien und gemischte Gruppen, in denen nicht jeder ein erfahrener Rätsellöser ist, finden einen Zugang, der niemanden abhängt. Wer dagegen die harte Nuss sucht, den Raum, der einen an die Grenze treibt, oder wer auf Atmosphäre und dichtes Setdesign aus ist, sollte woanders anklopfen. Time Travel will kein Kraftakt sein – und darin liegt seine Qualität.
xcaped
Fazit
Time Travel bei Big Break Hamburg ist ein grundsolider Zeitreise-Raum, der aus einer verspielten Idee echten Spielspaß zieht, ohne sich zu verzetteln. Die Rätsel sind logisch gebaut und geben den Weg frei, statt zu blockieren – ideal für alle, die zum ersten Mal in einen Escape Room gehen. Profis, die den harten Kampf suchen, werden hier nicht bis an ihre Grenze getrieben, das sollte man vorher wissen. Für kleine Gruppen entfaltet der Raum seine Ruhe am besten; zu siebt wird es an den Aufgaben schnell eng. Kein Abend, der lange nachhallt, aber einer, nach dem man zufrieden auf die Straße tritt.
















