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Dream LabsBad Steben

Metropolis 2099

Ein visuell überwältigender Cyberpunk-Raum, der seine Spieler zu früh wieder auf die Straße setzt.

90 MinutenSchauspieler: JaScarefactor: 1/10
Metropolis 2099

Freie Termine

live

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Kurzüberblick

Anbieter
Dream Labs
Bundesland
Bayern
Dauer
90 Minuten
Thema
Sci-Fi
Schwierigkeit
mittel
Schauspieler
Ja
Scarefactor
1/10
Spieleranzahl
2–6
Mindestalter
FSK 16
Sprachen
Deutsch, Englisch

Spoilerfrei

Die Story

Redefining Human

Neonlicht flackert in den Straßenschluchten der Metropole, Drohnen ziehen ihre Kreise und hinter den leuchtenden Fassaden breitet sich Dunkelheit aus. In den Gassen kursiert ein Gerücht, das die Stadt nicht mehr loslässt: Mula, die Stimme einer Generation, ist verschwunden.

In Metropolis 2099 taucht ihr ein in eine dystopische Zukunft voller Macht, Kontrolle und moralischer Grauzonen. Zwischen Konzernen, Schattenseiten und vergessenen Tunneln führt euch die Geschichte immer tiefer in eine Welt, in der Wahrheit ihren Preis hat.

Ihr bewegt euch durch filmreife Cyberpunk-Sets, folgt den Spuren einer verschwundenen Sängerin und erlebt eine intensive Inszenierung aus Licht, Sound, Story und Atmosphäre.

Betretet die Schatten der Metropole und erlebt eine Ermittlung, die euch mitten in eine düstere Zukunft zieht.

Metropolis 2099 ist ein immersives Live-Abenteuer für alle, die atmosphärische Science-Fiction, starke Bilder und erzählerische Tiefe lieben.

  • Ein intensives Cyberpunk-Erlebnis voller Story, Atmosphäre, Licht, Sound und filmreifer Kulissen.

  • 90 Min. XL Experience: Mehr Atmosphäre. Mehr Story. Mehr Immersion.

  • Ideal für Fans von „Blade Runner“ und „Cyberpunk 2077“.

  • Ab 16 Jahren, in Begleitung von Erwachsenen ab 14 Jahren.

  • Nicht geeignet für Kinder sowie Menschen mit Epilepsie.

  • Preis: 159€ für ein Team von 4 Teilnehmern

xcaped Teamwertung

Durchschnitt des Gesamteindrucks aus 2 Einzelbewertungen – je Bewertung der gewichtete Schnitt ihrer Kategorien.

Ø 4.1 Sterne

xcaped Review

Ein Blick ins Jahr 2099, der zu schnell vorbei ist

Dream Labs baut in Bad Steben eine Zukunft, die man anfassen kann – Neonlicht, Maschinen, eine Aussicht, die hängen bleibt. Nur mit der Zeit in dieser Welt geht der Raum erstaunlich sparsam um.

Der Schritt in ein Jahr, das es noch nicht gibt

Es gibt Räume, die brauchen einen Moment, bis sie einen packen. Metropolis 2099 gehört nicht dazu. Kaum ist die Tür hinter uns zu, sind wir nicht mehr in Bad Steben, sondern irgendwo im Jahr 2099 – in einer Welt aus Neon, Maschinen und einem Summen, das man eher spürt als hört. Dream Labs setzt einen nicht in einen Raum, sondern in eine Zeitmaschine und drückt den Knopf.

Das erste Umsehen ist ein Innehalten. Die Details in den einzelnen Settings sind so dicht gearbeitet, dass man zunächst gar nicht ans Spielen denkt, sondern nur schauen will. Vieles davon haben wir in dieser Form noch nicht gesehen, und das ist bei der Menge an Cyberpunk-Klischees, die in diesem Genre kursieren, keine Selbstverständlichkeit. Besonders eine „Aussicht“, die wir hier nicht verraten, blieb uns lange im Kopf – einer dieser Momente, in denen eine Gruppe kurz still wird, weil das Bühnenbild mehr liefert, als man erwartet hat.

Eine Story, die näher dran ist, als einem lieb ist

Worum es geht, klingt zunächst nach Science-Fiction und ist bei näherem Hinsehen erschreckend nah an der Gegenwart: das Zusammenspiel von Mensch und Maschine, von uns und den Systemen, die uns immer selbstverständlicher umgeben. Wer heute mit KI arbeitet, findet hier weniger eine ferne Vision als eine leicht vorgedrehte Version des eigenen Alltags. Genau das gibt dem Raum seinen Nachhall – man spielt eine Zukunft und denkt dabei an das Jetzt.

Dramaturgisch trägt das nicht in jeder Sekunde gleich stark; wer aufmerksam ist, ahnt die eine oder andere Wendung, bevor sie kommt. Aber die Grundidee sitzt im Zeitgeist, und sie verleiht den Kulissen einen Sinn, der über reine Effektschau hinausgeht. Hier wurde nicht nur dekoriert, hier wurde etwas erzählt.

Wenn die Rätsel schneller sind als die Neugier

Und dann ist da der Punkt, an dem der Raum gegen sich selbst arbeitet. So üppig die Welt, so knapp fällt aus, was man in ihr zu tun bekommt. Die Rätsel passen thematisch hervorragend – sie fühlen sich an, als gehörten sie in diese Zukunft, keine Fremdkörper, keine Zahlenschlösser, die man auch woanders finden würde. Nur sind sie zu schnell gelöst. Wir standen deutlich vor Ablauf der Zeit am Ende, ohne dass es sich nach einem verdienten Triumph angefühlt hätte, eher nach einem Film, der zwei Akte zu früh abbricht.

Das Bittere daran: Der Rätselfluss reißt einen durch genau die Räume, in denen man am liebsten geblieben wäre. In manchen der schönsten Settings verbringt man ein, zwei Minuten – gerade lang genug, um zu registrieren, was man hier alles verpasst, während man schon zur nächsten Aufgabe weitergezogen wird. Man möchte suchen, kombinieren, erkunden, und stattdessen ist die nächste Tür schon offen. Ein Raum, der so viel zu zeigen hat, dürfte seinen Gästen ruhig mehr abverlangen, damit sie länger hinschauen. Ein paar zusätzliche, kniffligere Aufgaben – und die Balance zwischen Staunen und Spielen wäre eine andere.

Ein Game Master zwischen zwei Ansprüchen

Die Betreuung im Raum ist gut, und an einer Stelle wird das Schauspiel richtig stark – ein Moment, der zeigt, was Dream Labs kann, wenn sie den Fuß auf dem Gas lassen. Verglichen mit anderen Räumen des Anbieters, die die Messlatte hier hoch gelegt haben, bleibt der schauspielerische Einsatz an diesem Abend aber eher sporadisch. Und die Führung durch die Szenen war uns am Ende einen Tick zu flott – was zum ohnehin hohen Tempo des Raums passt, es aber nicht abfedert, sondern verstärkt. Ein etwas gemächlicheres Geleit hätte den Kulissen den Raum gegeben, den sie verdienen.

Was von der Reise bleibt

Auf der Straße danach reden wir nicht über Rätsel, sondern über Bilder. Über die Aussicht, über einzelne Ecken, über die Frage, wie nah diese Zukunft eigentlich schon ist. Das ist die eigentliche Leistung von Metropolis 2099: Er hinterlässt eine Stimmung, keine To-do-Liste. Man verlässt ihn beeindruckt und zugleich ein wenig hungrig, als hätte man von einem großartigen Essen zu kleine Portionen bekommen.

Wer Räume nach dem Kopfzerbrechen bewertet, wird hier nicht fündig – wer sie nach dem Gefühl bewertet, in einer anderen Welt gewesen zu sein, kommt auf seine Kosten. Metropolis 2099 will vor allem staunen lassen, und das gelingt ihm mühelos. An seinem eigenen Anspruch gemessen fehlt ihm nur das eine: genug zu tun, um in dieser Welt zu bleiben.

Für wen sich der Weg lohnt

Einsteiger und Cyberpunk-Fans sind hier goldrichtig – wer zum ersten Mal einen Escape Room betritt und dabei vor allem eintauchen will, findet kaum etwas Besseres. Kleine Gruppen fahren am besten; zu dritt kam bei uns stellenweise schon das Gefühl auf, dass zu viele Hände an zu wenigen Aufgaben zerren. Wer als eingespieltes Team knifflige Rätselketten sucht und sich an einer schweren Nuss festbeißen will, sollte wissen, dass dieser Raum seine Stärke woanders hat. Kommt für die Welt, nicht für die Herausforderung – dann geht die Rechnung auf.

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Fazit

Metropolis 2099 von Dream Labs ist eine der überzeugendsten Cyberpunk-Welten, die man in einem Escape Room betreten kann – ein Raum, der vom ersten Moment an trägt und optisch weit über das Genre hinausragt. Sein Manko liegt nicht im Bühnenbild, sondern im Tempo: Die Rätsel sind zu leicht und zu schnell gelöst, sodass man gerade die schönsten Settings kaum auskosten kann. Wer zum Staunen kommt, wird begeistert sein; wer eine echte Rätsel-Herausforderung sucht, sollte seine Erwartungen nach unten schrauben. Am besten spielt man ihn in kleiner Runde und als Einstieg ins Hobby. Es ist ein Raum, der beeindruckt und zugleich ein wenig hungrig zurücklässt.

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